10. Hochstädter Lyriknacht 2020

Die zehnte Hochstädter Lyriknacht wurde vom Hessischen Rundfunk aufgezeichnet.

Der Mitschnitt wird am Dienstag, 27.10., um 22.00 Uhr auf hr2 in der "Spätlese" gesendet.

Vorher finden Sie einzelne Gedichte im Tagesprogramm, jeweils kurz nach 6.00 Uhr morgens und zu einer weiteren nicht vorangekündigten Zeit, angekündigt als:

"Autorenlesung – Mitschnitt von der 10. Hochstädter Lyriknacht am 4. September in Maintal"

Mo 28.9. Nadja Küchenmeister Rauperich
Di 29.9. Marcel Beyer Der Amselpapst
Mi 30.9. Anja Kampmann Falter
Do 01.10. Melis Ntente Die Berge
Fr 02.10. Nasrin Siege Wolken umarmen Hügel

Bilder von der 10. Hochstädter Lyriknacht

Bilder Copyright: Ulrike Pongratz

Zehnte Hochstädter Lyriknacht

In Erinnerung an Horst Bingel

Freitag, 4. September 2020
Evangelische Kirche Hochstadt
19:00 Uhr

eine gemeinsame Veranstaltung der Horst Bingel Stiftung Bürgerstiftung für Literatur e.V. Maintal und der Bürgerstiftung Maintal, in Kooperation mit Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.

Die Hochstädter Lyriknacht in Erinnerung an Horst Bingel gibt es seit 2010. Namhafte Lyriker, aber auch jugendliche Debütanten stellen ihre Gedichte vor. Die Lesungen werden von Musik begleitet, und in der Pause bleibt bei Corona tauglichen Snacks ausreichend Zeit für Gespräche bei 1,5 m Abstand. Die Lyriknacht ist Teil des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda. Wegen der erforderlichen Abstandsregelungen können wir nur 30 Personen als Publikum zulassen.

Es ist eine persönliche und verbindliche Anmeldung erforderlich an: horstbingel-stiftung@t-online.de Gegenbestätigungen erfolgen in der Reihenfolge der Anmeldungen per Mail durch die Veranstalter und gelten dann als Eintrittskarte. Der entsprechende Obolus ist bei Eintritt passend zu entrichten. Im Eingangsbereich der Kirche sind Masken zu tragen.


Der Lyriker und Erzähler Horst Bingel veranstaltete in den 60er und 70er Jahren mit dem »Frankfurter Forum für Literatur « Lesungen auf U-Bahn-Baustellen und in Straßenbahnen, schlug Gedichte an Litfasssäulen an. In Hochstadt begann Bingels schriftstellerische Laufbahn, indem er sein erstes Gedicht auf die Tapete an der Wand schrieb.

Die Horst Bingel-Stiftung für Literatur e.V. fördert Literatur im Sinne ihres Namensgebers, der im April 2008 verstarb. Sie veranstaltet einzelne Projekte und vergibt im zweijährigen Abstand den Horst Bingel-Preis für Literatur. 2014 ging er an die Lyrikerin Nadja Küchenmeister, 2016 an Gila Lustiger für ihren Essay »Erschütterung: Über den Terror«. 2018 wurde er Ulrike Almut Sandig für ihr lyrisches Werk zuerkannt. 

Kontakt: horstbingel-stiftung@t-online.de

Link zum Flyer

 

Es lesen:

 

Marcel Beyer war Stadtschreiber von Bergen und erhielt 2016 den Georg-Büchner-Preis. Bekannt geworden durch seinen Roman »Flughunde « (1995) bewegt er sich in allen literarischen Gattungen, hat aber dabei nie aufgehört, Gedichte zu schreiben. Zuletzt erschien 2014 »Graphit«. 

Heiner Boehncke lebt in Maintal und hat über seine Arbeit beim Hessischen Rundfunk und zahlreiche Veröffentlichungen das kulturelle Leben in Hessen geprägt. Er hat zahlreiche Literaturgruppen initiiert und begleitet, u.a. die Gruppe OULIPO in der Frankfurter Romanfabrik. Er wird eigene OULIPO Texte lesen.

André Hatting gewann »Die Freiheit ist ja da«, den Literaturwettbewerb zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Er veröffentlicht seine Gedichte u.a. in der Literaturzeitschrift »Risse. Zeitschrift für Literatur in Mecklenburg und Vorpommern«. Zuletzt brachte er den Lyrikband »sonntag« (2019) heraus. 

Anja Kampmann wurde wegen ihres Romans »Wie hoch die Wasser steigen« zur Stadtschreiberin von Bergen 2019/20 gewählt. Der Nachfolgeband ihre Lyrikbandes »Proben von Stein und Licht« wurde wegen Corona verschoben, aber sie wird in Hochstadt bereits einige ihrer neuesten Gedichte vorstellen.

Nadja Küchenmeister ist eine vielfach ausgezeichnete Lyrikerin. 2014 bekam sie als Erste den »Horst Bingel-Preis für Literatur« für den Lyrikband »Unter dem Wacholder«. 2020, gerade noch rechtzeitig vor dem Lockdown erschien ihr neuer Band »Im Glasberg« im Schöffling Verlag.

Nasrin Siege ist bisher als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt, die, aufbauend auf ihrer Arbeit in Entwicklungsprojekten für Afrika, u.a. auch afrikanische Märchen sammelt und erzählt. Im Roman »Asni« stellte sie das Schicksal afrikanischer junger Mädchen vor. Sie wird erstmals ihre Gedichte in der Öffentlichkeit lesen. 

Die Debütantinnen Laura Dürrschmidt und Melis Ntente sind Preisträgerinnen des »Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen«. Ihre Texte wurden zusammen mit denen anderer im aktuellen Band »Nagelprobe « (Hg. Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst) veröffentlicht.